E-Mobilität

Dieser Truck steht unter Spannung

Reduziertes Design trifft auf Elektromobilität. Der Volta Zero soll beides miteinander vereinen und den innerstädtischen Warentransport emissionsarm und sicher gestalten. In Frankreich gibt das Fahrzeug gerade sein Debüt.

Der Prototyp "Volta Zero "wurde im September 2020 herausgebracht. Noch in diesem Jahr sollen Prototypen für die ersten Kunden im Einsatz sein. 

Volta Trucks ist ein Start-up, das mittlerweile über Büros in Schweden, Frankreich und Großbritannien verfügt. Der erste Prototyp eines Nutzfahrzeugs des noch jungen Unternehmens nennt sich "Volta Zero". Der 16-Tonner zielt auf den innerstädtischen Lieferverkehr ab und soll eine Nutzlast von bis zu 8,6 Tonnen bieten. Durch das deutlich tiefer liegende Fahrerhaus, soll der Ein- oder Ausstieg möglichst barrierefrei funktionieren. Optisch erinnert das Fahrzeug mit der bewusst großen Frontscheibe an einen Stadtbus. Das ausgewiesene Ziel der Konstrukteure ist es , einen möglichst guten Rundumblick zu gewährleisten, der tote Winkel eliminieren soll. 

Das Konzeptfahrzeug ist 9,46 Meter lang, 2,55 Meter breit und 3,4 Meter hoch. Die zwischen 160 und 200 kWh großen Akkus sollen eine Reichweite zwischen 150 und 200 Kilometern ermöglichen. Durch den auf dem Innenstadtverkehr liegenden Fokus wurde die Höchstgeschwindigkeit auf einen Wert zwischen 80 und 90 Stundenkilometer beschränkt. Noch befindet sich der Volta Zero in einem Prototypen-Status. Die Serienproduktion ist voraussichtlich für das Jahr 2022 angesetzt. Der Produktionsstandort soll in Großbritannien liegen. Zum Auftragswert oder Auftragsvolumen gibt es noch keine Angaben.

Volta Zero in Frankreich zu sehen 

Zum ersten Mal wird der Nutzfahrzeug-Prototyp in Frankreich ausgestellt. Im Rahmen eines vierwöchigen Zeitraums ist er auf verschiedenen Events zu sehen. Das Unternehmen Swoopin stellt einen Prototypen im Südosten von Paris aus. Im Jänner wurde bekanntgegeben, dass Swoopin künftig plant, die "Letzte Meile" von und zu den Hubs mit Volta Zero Trucks zurückzulegen. Durch die Eventreihe geht Volta Trucks zugleich auf Kundenfang. Man wolle sich mit Interessenten, Fuhrparkmanagern, Zulieferern und den Gesetzgebern kurzschließen, geht aus einer Aussendung hervor. 

Warum gerade Paris als Ausstellungsstadt von Volta Trucks auserwählt wurde, wird deutlich, wenn auf die französische Gesetzgebung geblickt. Die Gesetzgeber sehen vor, dass Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in Paris mit 2024 verboten werden. Zudem erhalten alle französischen Städte mit mehr als 150.000 Einwohnern eigene Umweltzonen, in denen keine Verbrenner fahren dürfen. Die französische Regierung sieht finanzielle Anreize vor, die bis zu 50.000 Euro ausmachen können, wenn Unternehmen ihre Flotte auf Zero-Emission-Nutzfahrzeuge umstellen. 

© Volta Trucks

Ohne elektrischen Antriebsstrang keine Fortbewegung: Die US-Firma Meritor liefert diesen an Volta Trucks. Ein Vorteil soll das geringe Gewicht des Antriebs mit der Bezeichnung "14Xe"  von rund 363 Kilogramm sein. 

Meritor liefert den E-Antriebsstrang 

Mit dem US-amerikanischen Fahrzeugzulieferer Meritor kann Volta Trucks einen Zulieferer für den Antriebsstrang vorweisen. Dieser will bereits Mitte 2021 mit der Produktion seines neuen E-Antriebs 14Xe für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge beginnen. Ab diesem Sommer wird in den Meritor-Werken in Asheville und Forest City im US-Bundesstaat North Carolina mit der Produktion begonnen. Neben einer Reihe weiterer Komponenten für Fahrzeuge wie Achsen, Bremsen, Getrieben oder Differentialen, kann auch der Elektromotor selbst mit 150, 180 oder 200 kW Leistung geordert werden. Meritor gibt die Top-Leistung mit 250 Kilowatt an. 

https://youtu.be/I3_tqT8mrvw