Bus

Dieser Landes-Feuerwehrverband hat einen eigenen Feuerwehrbus

Kein gewöhnliches Einsatzfahrzeug besitzt seit Herbst der Landes-Feuerwehrverband in Oberösterreich. Statt sich eine Vielzahl kleiner Transporter anzuschaffen, griff der Verband lieber gleich zu zwei Nummern größer.

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Seit Herbst 2019 ergänzt ein individuell konzipierter Scania Interlink HD die Flotte des Oberösterreichischen Landes-Feuerwehrverbands. Der maßgeschneiderte Bus wird für logistische und taktische Einsätze genutzt. Ausgerüstet ist der Feuerwehr-Bus mit einem 410 PS Euro-6-Motor. Der Bus wurde über die Ausschreibung der Bundesbeschaffung GmbH (BBG) als neue mobile Einsatzleit- und Stabstelle, sowie als Transportfahrzeug bestellt.

Bus statt Transporter 

„Seit über drei Jahrzehnten nutzt der Oberösterreichische Landes-Feuerwehrverband einen Reisebus für den Mannschaftstransport und für Unfall- und Katastropheneinsätze", erläutert Abschnittsbrandinspektor Markus Mayr, Leiter der Abteilung Katastrophenschutz des Landes-Feuerwehrverbands Oberösterreich, die Entscheidung, den in die Jahre gekommenen Feuerwehrbus durch einen Scania Interlink zu ersetzen. "Den Bus durch fünf bis sechs kleinere Transporter zu ersetzen kam für uns nicht in Frage. Eine wichtige Voraussetzung für das neue Fahrzeug war die variable und vor allem großzügige Platzgestaltung. Diese ist beim Scania Reisebus auf jeden Fall gegeben." 

© Hermann Kollinger

Der Scania "Interlink 11 m HD" verfügt über ein 12-Gang-Automatikgetriebe, eine Motorleistung von 410 PS und ein höchstzulässiges Gesamtgewicht von 19,5 Tonnen. Das Eigengewicht des Zweiachsers beträgt 13,5 Tonnen. Der Bus ist mit einer Sondersignalanlage mit Blaulichtbalken, blauen Blitzlichtern und Folgetonhorn ausgestattet und seine Geschwindigkeit wurde auf 110 Stundenkilometer begrenzt.

„Der Interlink ist im Mannschaftsbereich mit 35 Sitzen und vier Tischen ausgestattet. Diese können allerdings mittels Schnellverschluss ganz leicht entfernt werden. Für die entsprechende Stromversorgung wurde eine 230-Volt-Stromwandleranlage eingebaut. Küche, Toilette und Gepäckraum sind ebenfalls vorhanden. Es handelt sich hier also um einen Scania Kommando-Bus der Spitzenklasse“, erklärt Viktor Sulzenbacher, Verkauf Busse, Scania Österreich.

© Hermann Kollinger

Das modulare Baukastensystem ermöglicht es Scania, auch im Busbereich maßgeschneiderte Transportlösungen anzubieten. Der Scania Interlink ist als flexibler Reisebus bekannt und kann mit zwei oder drei Achsen sowie mit Längen von 10,9 bis 15 Meter angefertigt werden. Auch bei der Antriebsart hat der Kunde die freie Wahl - neben Diesel gibt es die Optionen Biogas, Biodiesel und Bioethanol. 

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