Maut

Die "ökologische" Lkw-Maut wird verpflichtend

Wer "verschmutzt", wird zur Kasse gebeten. So sieht es die überarbeitete Wegekostenrichtlinie, die heute im EU-Parlament beschlossen wurde. Lärmbelastungen und Abgaswerte sollen bei der Berechnung der kilomaterabhängigen Lkw-Maut künftig eine größere Rolle spielen als bisher.

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Das EU-Parlament hat heute seinen Bericht zur Überarbeitung der EU-Wegekostenrichtlinie beschlossen. Sie regelt in der bisher geltenden Fassung die Einhebung von Gebühren für den schweren Güterverkehr in der EU. Karoline Graswander-Hainz, verkehrspolitische Sprecherin der SPÖ im Europaparlament freut sich über das Ergebnis der heutigen Abstimmung: "Die 'ökologische' Lkw-Maut wird Pflicht. Geht es nach dem EU-Parlament müssen ab 2021 alle Schwerfahrzeuge Abgaben für Luft- und Lärmverschmutzung erbringen." Besonders betroffen sind demnach Lkws, die nicht der aktuellen Abgasnorm entsprechen.  

„Als Tirolerin sehe ich die Auswirkungen des immer weiterwachsenden Lkw-Verkehrs jeden Tag, Lärm, Staus und schlechte Luft machen der Bevölkerung zu schaffen", spielt die SPÖ-Politikerin auf die Verkehrsprobleme entlang der Brenner-Route an. "Der Verkehrssektor bleibt aber auch Klima-Sorgenkind Nummer Eins, in keinem anderen Sektor sind die CO2-Emissionen so stark gestiegen" ergänzt Graswander-Hainz. Eine ökologischere Maut sieht sie als Anreiz für eine wirksame Verlagerungspolitik auf die Schiene.