Elektromobilität

Designwerk möchte mit neuer vollelektrischer Zugmaschine durchstarten

In der Schweiz nahe Winterthur fand das Rollout eines neuen E-Lkws statt. Als Basis dienen Volvo Trucks.

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In Wülfingen, unweit der Schweizer Stadt Winterthur, hat das Unternehmen Designwerk auf dem Peter-Areal einen neuen Produktionsstandort eröffnet. Dort wird ab sofort eine neue vollelektrische Sattelzugmaschine gebaut. Futuricum Semi 40E ist der Name des Sattelschleppers. Neben E-Lkws dient der neue Produktionsstandort aber auch der Herstellung von Schnellladeeinheiten. Vier Elektromotoren bewegen den Semi 40E und bringen ihn zusammen auf 500 kW (680 PS). Mittels Rekuperation wird beim Bremsen wieder Energie in die Batterie eingespeist. Die Nutzlast wird, ohne Aufbau und abhängig von der jeweiligen Batteriegröße, mit 28 Tonnen angegeben. Angeboten wird der Stromer mit drei Batteriegrößen. Bis 86 Stundenkilometer soll es die Sattelzugmaschine schaffen und mit der größten Batterieausführung (340 kWh) und einer Vollladung 380 Kilometer bewältigen können.

© Designwerk

Angeboten wird der Stromer mit drei Batteriegrößen. So verfügt die kleinste Batterie (Small) über eine Kapazität von 170 kWh. Mit dieser sollen bis zu 190 Kilometer möglich sein. Die mittelgroße Batterie besitzt eine Kapazität von 255 kWh und ermöglicht eine Reichweite von bis zu 285 Kilometer. Die Standard-Ladeleistung des "On Board Charger“ ist auf 22 kW ausgelegt, optional sollen es aber auch 44 kW geben beziehungsweise mittels Combined Charging System Typ 2 (AC) bis 150 kW bei Hochleistungsladesäulen möglich sein. Bei 22 kW ist jedenfalls mit einer Ladezeit von 15 Stunden zu rechnen. In der großen Batterievariante und 150 kW soll es sich um 2,2 Stunden handeln. 

© Volvo Trucks

Designwerk wurde 2007 gegründet und fokussiert sich seither auf Elektromobilität. Das Portfolio umfasst eine vollelektrische Neuauflage des BMW-Klassikers Isetta, der im Microlino Projekt mündete, einen 18-Tonnen-Elektro-Lkw und die Mitentwicklung des Postzustellfahrzeugs DXP. Wegweisend war auch die Eigenentwicklung eines 26-Tonnen-Elektro-Lkw, welcher bereits in mehreren Schweizer Städten in der Recyclinglogistik zum Einsatz kommt. Zum Produktionsprogramm gehören mittlerweile aber nicht nur elektrische Lastkraftwagen der vor zwei Jahren gegründeten Marke Futuricum, sondern auch mobile Schnellladegeräte, modulare Batteriesysteme für Elektrofahrzeuge sowie Hochvoltbatterien und Bodenstromversorgungen für den Flughafenbereich.

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