Nachhaltigkeit

Der grünen Logistik gehört die Zukunft

Das Thema der Nachhaltigkeit gewinnt auch innerhalb der Logistikbranche immer mehr an Relevanz, doch bisher existieren nur wenige Unternehmen mit entsprechenden Leuchtturmprojekten.

Wie wichtig ein Umdenken in der Logistikbranche ist, zeigt sich daran, dass bereits heute rund ein Fünftel aller CO2-Emissionen in der EU durch die Logistik verursacht werden - Tendenz: steigend.

Große Einsparpotenziale beim Transport

So könnten im Bereich des Transports beispielsweise die Treibhausgasemissionen durch Maßnahmen, wie eine erhöhte Transporteffizienz, ein verringertes Transportaufkommen, eine Optimierung der Routen, eine Verlagerung der Transporte auf umweltfreundlichere Verkehrsträger sowie durch den Einsatz von energieeffizientereren Fahrzeugen und durch Schulungen der Fahrer eingespart werden. So ließe sich der Kraftstoffverbrauch alleine mittels einer wirtschaftlicheren Fahrweise um bis zu 10 % reduzieren. Weitere wuchtige Einsparpotenziale liegen im Bereich der Intralogistik in der Vermeidung von Leerlaufverbräuchen. Hier bietet alleine eine Optimierung der Fördertechnik Energieeinsparpotenzial von über 30 %.

Einige Logistikunternehmen preschen voran

Doch in der Praxis verläuft die Umsetzung solcher Maßnahmen zur Steigerung in der Nachhaltigkeit in der Logistik noch sehr schleppend. So bezieht von den 150 größten Logistikdienstleisten in Deutschland erst die Hälfte tatsächlich Umweltaspekte in ihre Planungen ein. Hierbei sind zurzeit zwei wesentliche Tendenzen erkennbar: Auf der einen Seite gibt es viele Unternehmen, welche die weitere Entwicklung auf diesem Gebiet noch abzuwarten scheint, auf der anderen Seite gibt es aber auch einige Vorreiter wie beispielsweise die Firmen DB Schenker, DHL und UPS Europe, welche mit visionären Projekten verwirklichen, die Vorbildcharakter besitzen.

So will DB Schenker in Berlin bis 2020 den CO2-Ausstoß im Landverkehr um 26 % gegenüber dem Jahr 2006 zu verringern. Zu diesem Zwecke sollen beispielsweise alle 20.000 Fahrer von DB Schenker Schulungen in energiesparendem Fahren erhalten. Im Anschluss sollen diese Schulungen ebenfalls auf die Fahrer der für das Unternehmen fahrenden Subunternehmen ausgeweitet werden. Auf diese Weise sollen bis zu 10 % der CO2-Emissionen eingespart werden. Auch soll die Lkw-Flotte des Unternehmens schrittweise mit Wagen der Emissionsklassen Euro V und Euro VI ausgestattet werden. Zudem soll bei DB Schenker mittels einer geschickten Bündelung der Sendungen der Laderaum der Transportwagen optimal ausgenutzt werden. Darüber hinaus setzt das Transportunternehmen neue Doppelstocktrailer ein, mit deren Hilfe bis zu 25 % mehr Ladung pro Fahrt transportiert werden kann.

Auch Kaiser+Kraft besitzt Vorbildcharakter

Auch das führende europäische B2B-Versandhaus Kaiser+Kraft aus Salzburg legt viel Wert auf eine möglichst nachhaltige Logistik. So belädt das Unternehmen alle Lkw nach dem "Tetris-Prinzip", bei dem wirklich jede Lücke ausgenutzt wird, um die notwendigen Lieferungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Darüber hinaus konzentriert sich das Versandhaus auf einen klimaneutralen Versand aller Transporte und arbeitet zu diesem Zwecke mit ausgewählten Logistikdienstleistern wie UPS Carbon neutral, DB Schenker oder der Spedition Rottbeck zusammen. Schließlich fallen bei Kaiser+Kraft aufgrund des einstufigen Direktvertriebs zusätzliche Transportstufen weg.

http://www.kaiserkraft.at/