Kipper

Baufahrzeugkompetenz aus einer Hand

Schnell und unkompliziert: das ist eine wesentliche Anforderung bei der Fahrzeugbeschaffung. Scania bietet dazu bereits fertig aufgebaute Kipperfahrzeuge ab Werk im Einrechnungsgeschäft an. Über Scania Rent können diese auch kurzfristig angemietet werden.

Von

(v.l.) Andreas Riedler, Geschäftsführer Riedler Kies und Bau, René Seckler, Pressetestfahrer Scania, Ludwig Fliesser, Leitender Redakteur und Testfahrer TRAKTUELL, Gerald Deisenhammer, Verkaufsberater Meiller

Der Baubereich ist schon saisonbedingt durch eine hohe Volatilität geprägt, nun kommen auch noch wirtschaftliche Unsicherheiten in Folge des Corona-Lockdowns hinzu. Auf der anderen Seite benötigen Fahrzeugbestellungen oft monatelange Vorlaufzeiten und es bedarf einer Koordination zwischen Lkw-Hersteller, Aufbaulieferant und Finanzierungsgesellschaft. Scania macht es seinen Kunden dabei so einfach wie möglich: Baufahrzeuge können schon ab Werk mit einem Kipper der Firma Meiller bestellt und ausgeliefert werden. Die Beschaffung des Gesamtfahrzeugs erfolgt damit im Einrechnungsgeschäft, auch Finanzierungen können über Scania Leasing Österreich abgewickelt werden. Und für kurzfristige Bedarfe hat Scania Rent schon fertig aufgebaute Kipperfahrzeuge zur Vermietung im Programm.

Gemäß des Baukastenprinzips von Scania kann die XT-Serie in unterschiedlichsten Achskonfigurationen bestellt und mit allen Motoren und unterschiedlichen Kabinen bestückt werden. Als Hilfsmittel steht dazu ein einfach zu bedienender Online-Konfigurator zur Verfügung. Dieser dient selbstverständlich nur zur Vertriebsunterstützung, die finale Konfiguration erfolgt wie gewohnt über die regionalen Vertriebsmitarbeiter.

https://youtu.be/0-Oyk3C2L-s 

Scania G450 XT im Test

Wir haben uns einen G450 XT im Test sowohl auf der Autobahn als auch in der Baugrube vorgenommen. Inklusive 3-Seiten-Kipper und Meiller Tandemanhänger bringt die Fahrzeugkombination nur knapp über 17 Tonnen auf die Waage. Somit bleiben noch fast 23 Tonnen Nutzlast im Straßeneinsatz übrig. Das 6x4-Antriebskonzept mit zuschaltbaren Differenzialsperren und blattgefederten Achsen sorgt für hohe Geländetauglichkeit. Damit der Fahrkomfort nicht unter der harten Achsfederung leidet, ist die feuerverzinkte Sicherheitskabine 4-Punkt-luftgefedert. Auf der Straße nähert sich das Fahrgefühl des XT jenem der Fernverkehrszugmaschinen an, auch längere Fahrten auf der Autobahn sind entspannt möglich. Überhaupt ist das G-Fahrerhaus sehr komfortabel und praktisch: der Motortunnel in der Mitte bietet sich zugleich als Ablagefläche an. Die Seitenfenster sind tief nach unten gezogen, sodass der Lenker das Geschehen unmittelbar neben dem Fahrzeug gut im Blick hat. Verzichten muss der Fahrer in der uns vorgestellten Konfiguration allerdings auf einige Assistenten: So wurde der Lkw ohne GPS-Tempomat, Abstandsregeltempomat und Notbremsassistent konfiguriert. Letzteres wohl auch deshalb, weil dieser nur in Verbindung mit einer tiefliegenden Frontstoßstange realisierbar wäre – und das ginge zu Lasten der Geländeeigenschaften. Mit der hochgezogenen Stoßstange verfügt unser Lkw hingegen über reichlich Bodenfreiheit. Das ermöglicht einen Böschungswinkel von über 25 Grad. Die Frontpartie der Scania XT-Serie ist äußerst robust ausgeführt: Ein Stoßfänger aus 4-mm-Stahl, die breite Schutzabdeckung und der Scheinwerferschutz sollen Schäden im Geländeeinsatz verhindern. Und falls der Lkw einmal im Gelände feststeckt, kann er dank des frontseitigen 40-Tonnen-Abschleppbolzens auch mit voller Last wieder aus dem Dreck gezogen werden und muss nicht erst entladen werden. 

© Ludwig Fliesser

Der Scania XT G 450 6x4 beim Test in der Grube von Riedler Kies u. Bau

Das automatisierte Opticruise-Getriebe ist hervorragend abgestimmt und arbeitet sowohl auf der Straße als auch im Gelände problemlos. Für schwierige Stellen lässt sich eine zweitstufige Differenzialsperre mit einem gut erreichbaren Drehschalter aktivieren. Die Kupplung ist automatisiert, ein Kupplungspedal ist jedoch vorhanden (Clutch on Demand). Dieses wird allerdings kaum benötigt, das automatisierte Getriebe verrichtet seinen Dienst auch so mehr als zufriedenstellend – soweit das Fazit, nachdem wir einige Runden leer und übervoll beladen durch die Schottergrube der Firma Riedler Kies und Bau in Winklarn, südlich von Amstetten, gedreht haben.