Straßengüterverkehr

An diesen Orten rollen die meisten Lkw durch Österreich

2018 waren deutlich mehr Lkw auf Österreichs Straßen unterwegs als im Jahr zuvor. Während der Straßengüterverkehr hierzulande zugenommen hat, sind die Zahlen im Nachbarland Schweiz rückläufig.

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Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hat eine Zunahme des Lkw-Verkehrs auf Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich festgestellt. Konkret geht es um den Zeitraum Jänner bis November 2018, wie eine VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Asfinag zeigt. Insgesamt wurden Daten von 106 Zählstellen der Asfinag analysiert. 

Bei 96 von 106 ausgewerteten Zählstellen nahm der Lkw-Verkehr um mehr als zwei Prozent zu, bei 56 sogar um mehr als vier Prozent. Auf der A1 bei Haid in Oberösterreich waren mit mehr als fünf Millionen die meisten Lkw unterwegs. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres nahm hier die Anzahl der Lkw um rund 220.000 zu. 

© Asfinag; Datawrapper; VCÖ

Die A2 weist nach der A1 die zweithöchste Anzahl von Lkw auf. Bei Biedermannsdorf waren hier in den ersten elf Monaten rund 4,4 Millionen Lkw unterwegs, um vier Prozent mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Auf der A23 auf der Praterbrücke rollten rund 3,8 Millionen Lkw, auf der A25 bei Marchtrenk, der A8 bei Niederndorf und der A21 bei Brunn am Gebirge jeweils mehr als 3,6 Millionen. Extrem gestiegen ist der Straßengüterverkehr auf der Brennerautobahn: Mehr als 2,5 Millionen Lkw fuhren heuer bereits über die Brenner-Route.

Das sind um rund 180.000 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und sogar um 650.000 Lkw mehr als in den ersten elf Monaten des Jahres 2013, betont der VCÖ. In der Schweiz hingegen nahm auch heuer der Alpentransit ab, wie die Analyse zeigt. Im 1. Halbjahr um 12.000 Lkw auf insgesamt 477.000. Allein über den Brenner fuhren in den ersten sechs Monaten dreimal so viele Lkw wie über alle vier Schweizer Alpenquerungen zusammen, so der VCÖ. Ein Grund ist die steuerliche Begünstigung von Dieselkraftstoff in Österreich. In der Schweiz wird Diesel gleich hoch besteuert wie Eurosuper. Durch die gut ausgebaute Eisenbahninfrastruktur und höheren Kraftstoffausgaben würde der Schritt zur "Rollenden Landstraße" daher leichter fallen, befindet der VCÖ. 

© Asfinag; Datawrapper; VCÖ

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