Ruhezeiten für Lenker

Lkw-Wochenendfahrverbot bleibt weiterhin ausgesetzt

Das Verkehrsministerium teilte heute mit, dass die Lenk- und Ruhezeiten für Lkw-Fahrer wieder schrittweise normalisiert werden. Die vorgeschriebene Ruhezeit werde ab Samstag, den 11. April, wieder verlängert.

Ab Samstag (11. April) gelten wieder die normalen Ruhezeiten von verpflichtend elf Stunden am Tag (zuvor vorübergehend neun Stunden) und 45 Stunden pro Woche (zuvor vorübergehend 24 Stunden). Darüber hinaus muss auch wieder nach viereinhalb Stunden eine Pause gemacht werden (zuvor vorübergehend nach fünfeinhalb Stunden).

Weiterhin Ausnahmen gibt es bei der maximalen Tageslenkzeit (elf statt neun Stunden), bei den maximalen Lenkzeiten in einer Woche (60 statt 56 Stunden) sowie bei den Lenkzeiten in zwei Wochen (100 statt 90 Stunden). Auch das Wochenendfahrverbot bleibt weiterhin ausgesetzt. "Die weiter bestehenden Ausnahmen sind notwendig, damit die Versorgung der Bevölkerung weiter reibungslos funktioniert", erklärt Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne).

Österreich ist bei der Ausweitung der Lenk- und Ruhezeiten weiter gegangen als Deutschland. Die Transportgewerkschaft vida fordert hier heute, vor der von Gewessler bekanntgegebenen Maßnahmen, Augenmaß ein, schließlich würde die Regelung für alle Güter gelten - "auch wenn man mit Schrott nach Italien fährt", so vida-Gewerkschafter Karl Delfs im Ö1-"Morgenjournal".

Alexander Klacska, Obmann der Transporteure in der Wirtschaftskammer Österreich, verteidigt die verlängerten Fahrzeiten mit Verweis auf die Staus an den Grenzen seit Einführung der Grenzkontrollen. "Wir wollen keinen Lkw an der Grenze hängen lassen, dort wo es gefährlich ist, wo wirklich schlechte Sanitärbedingungen sind (...). Wir wollen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Abend und am Wochenende zuhause haben", so Klacska.

(apa/red)