Sicherheit

Ab heute fördert der Bund die Nachrüstung Lkw-Abbiegeassistenten

Der Bund schießt bis zu 900 Euro für den Einbau eines Rechts-Abbiegeassistenzsystemen für Lkw zu. Die Förderung sei ein richtiger Schritt, dem Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ, geht es aber noch nicht weit genug.

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Zur großen Freude der Transportwirtschaft gibt es ab heute eine Bundesförderung zur Nachrüstung von Rechts-Abbiegeassistenzsystemen für Lkw. „Die Förderung ist ein wichtiger erster Schritt und Anreiz für unsere Betriebe, in solche Assistenzsysteme zu investieren“, hält Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich fest. Gefördert werden Fahrzeuge, die sich bereits im Einsatz befinden, wie auch Neufahrzeuge. Voraussetzung ist, dass diese über dem höchstzulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen liegen. Von den Kosten pro Umrüstung sowohl für bereits im Einsatz befindliche als auch für Neufahrzeuge werden vom Bund 25 Prozent oder maximal 900 Euro übernommen.  

Klacska: Mehr Förderung gewünscht 

Nachdem die Kosten für die Nachrüstung mit Rechts-Abbiegeassistenzsystemen bis zu 3.000 Euro pro Lkw betragen, hätte sich die Branche mehr finanzielle Unterstützung erhofft, so Branchensprecher Klacska. "Wir werden sehen, wie lange die zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel reichen. Denn immerhin haben unsere Mitgliedsbetriebe in ihren Fuhrparks rund 72.000 Fahrzeuge, jährlich gibt es an die 8.000 Lkw-Neuanmeldungen.“ Nach dem Bund sei in Sachen Unterstützung bei der Um- und Nachrüstung nun Wien am Zug, betont der Branchensprecher.

Denn dort hatte ja die frühere Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou versprochen, dass man, wenn der Bund fördere, ebenfalls eine Unterstützung der Branche ins Leben rufen werde. Und ebenso wichtig wie die Förderung wären auch bauliche beziehungsweise organisatorische Maßnahmen bei bekannten Gefahrenstellen: dazu zählen Umstellungen der Ampelschaltung vor Schulen, sodass Fahrzeuge und Fußgänger nicht gleichzeitig grün haben, das Verlegen von Zebrastreifen aus Kreuzungsbereichen, Nachrüstungen mit Spiegeln und vor allem vermehrte Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung, vor allem auch an Schulen und bei der Fahrradprüfung. 

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